Senator und Präsidentschaftskandidat Flavio Bolsonaro (PL-RJ) hat Richter Flavio Dino vom Obersten Gerichtshof (STF) gebeten, die vollständige Aufhebung der Geheimhaltung der Akten bezüglich der Finanzierung des Films "Dark Horse" anzuordnen, der die Laufbahn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro erzählt. Die Verteidigung des Senators legte am Montag eine Stellungnahme vor, in der sie darum bat, dass das gesamte Ermittlungsmaterial ohne Geheimhaltung bearbeitet werden soll.
In der Petition argumentieren die Anwälte, dass die von Dino angeordnete teilweise Öffentlichkeit ein "unvollständiges Bild" der Ermittlung erzeugt und selektive Versionen über den Fall fördern kann. Nach Angaben der Verteidigung umfasst die derzeitige Maßnahme nicht die Gesamtheit der mit der Untersuchung zusammenhängenden Dokumente.
Dino hatte am letzten Sonntag angeordnet, dass das gesamte von der Justiz von São Paulo im Rahmen der Petition 16.669 erhaltene Material mit öffentlichem Zugang bearbeitet werden sollte. Die Verteidigung erklärt jedoch, dass diese Anordnung nur einen Teil des gesamten Ermittlungskomplexes erfasst hat.
Die Anwälte fordern nun, dass dieselbe Behandlung der Öffentlichkeit auf die Petition 16.070, die den Fall ausgelöst hat, und auf den Teil der Petition 16.669 ausgedehnt wird, der nicht von der Justiz in São Paulo stammt. Damit soll sichergestellt werden, dass die gesamte Dokumentation zum Fall der Finanzierung des Films "Dark Horse" der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird.



