Die zweite Septemberhälfte auf dem portugiesischen Festland zeigt keine Anzeichen einer echten herbstlichen Wetterumstellung, so die Vorhersagen von Meteored und dem Instituto Português do Mar e da Atmosfera (IPMA). Die Wettermodelle deuten in den kommenden Wochen auf negative Niederschlagsanomalien hin, das heißt auf Niederschlagsmengen unter dem, was zu dieser Jahreszeit üblich wäre. Zwischen dem 14. und 21. September wird eine trockenere Woche als gewöhnlich in praktisch ganz Portugal erwartet.
Der Norden und das Zentrum sind die am stärksten von der Regenarmut betroffenen Regionen, mit Niederschlagswerten, die 10 bis 30 Prozent unter dem für die Jahreszeit Erwarteten liegen könnten. Das IPMA prognostiziert, dass in der Woche vom 14. bis 20. September der Niederschlag unter dem Normalwert in ganz Portugal liegen wird, insbesondere im Norden und Zentrum, wo der Unterschied 10 bis 30 Millimeter unter dem Durchschnitt erreichen kann. Im übrigen Staatsgebiet, einschließlich Madeira und Teilen der Azoren, sollte die negative Anomalie weniger ausgeprägt sein.
Zwischen dem 21. und 28. September lassen die Modelle die Möglichkeit einiger Niederschläge offen, zeigen jedoch weiterhin kein Signal für überdurchschnittliche Regenfälle. Laut Meteored sollte fast das gesamte Staatsgebiet Niederschlagsmengen aufweisen, die bis zu etwa 10 Prozent unter dem Durchschnitt liegen, während in einem kleinen Gebiet im Nordwesten negative Anomalien von bis zu 30 Prozent auftreten können. Auf den Azoren ist das Bild anders, mit Niederschlagswerten innerhalb des Durchschnitts oder leicht darüber. Meteored weist darauf hin, dass eine negative Anomalie nicht das vollständige Ausbleiben von Regen bedeutet, sondern dass die vorhergesagten Mengen unter den üblichen klimatologischen Werten liegen.
Der Regenmangel wird voraussichtlich mit überdurchschnittlichen Temperaturen für September zusammenfallen. Meteored prognostiziert positive Anomalien in praktisch ganz Portugal, wobei die Temperaturen in einigen Binnengebieten während des ersten Teils dieser zwei Wochen 3 bis 6°C über dem Durchschnitt liegen könnten. Das IPMA schließt sich diesem Trend an und prognostiziert überdurchschnittliche wöchentliche Durchschnittstemperaturen in ganz Portugal, insbesondere im Landesinneren. Angesichts der verfügbaren Informationen gibt es kein Signal für einen flächendeckenden und anhaltenden Regeneinbruch auf dem portugiesischen Festland bis Ende September.




