Eine Studie des europäischen Projekts Code BLUE hat festgestellt, dass Portugal zu den fünf Ländern gehört, in denen die Kompetenzen im Bereich der nachhaltigen blauen Wirtschaft nur teilweise in die Tourismusausbildung integriert sind. Die Erhebung, an der das KIPT CoLAB als portugiesischer Partner beteiligt ist, umfasst auch Bulgarien, Kroatien, Griechenland und Spanien und kombiniert Dokumentenanalyse, Umfragen, Interviews und Beiträge von Branchenakteuren, um zu bewerten, ob die Ausbildung den Bedürfnissen der Küsten- und Meerziele entspricht.
Die nationalen Berichte zeigen eine solide Grundlage in Bereichen wie Management, Kommunikation, Kundenbetreuung und Nachhaltigkeit, weisen jedoch erhebliche Lücken in der Ausbildung im Zusammenhang mit der blauen Wirtschaft auf. Zu den wichtigsten identifizierten Mängeln gehören das Wissen über marine Ökosysteme, die Anpassung an den Klimawandel, die Governance der Küstenzonen, praktische Kompetenzen für nachhaltigen Küstentourismus, die Nutzung von Geoinformationssystemen und digitale Werkzeuge zur Zielgebietsverwaltung.
Die Forschung empfiehlt nicht die Schaffung neuer Studiengänge, sondern schlägt die Integration kurzer, flexibler und kombinierbarer Lerneinheiten in bestehende Bildungswege vor, sowohl in der Hochschulbildung als auch in der beruflichen Bildung und im lebenslangen Lernen. Auf der Grundlage der Referenzrahmen BlueComp, GreenComp und DigComp entwickelt das Projekt derzeit Mikroqual




