Türkische Polizei verhaftete am Dienstag rund 150 Menschen, die gegen die Unterdrückung der LGBTQIA+-Gemeinschaft im Land protestierten. Die Demonstranten versammelten sich vor dem Justizpalast von Caglayan auf der europäischen Seite Istanbuls und wurden festgenommen, nachdem sie sich weigerten, den Ort zu verlassen.
Die Demonstration skandierte Parolen wie „Es lebe der Kampf für die Freiheit!", „Trotz des Hasses, es lebe das Leben!" und „Befreit die Gefangenen sofort!". Die Gruppe trug auch ein Banner mit der Aufschrift: „LGBTQIA+ zu sein und sich zu organisieren ist kein Verbrechen".
Die Demonstrantin Zeynep sagte der AFP, dass die Regierung trotz der Straflosigkeit so vieler schwerer Verbrechen nun Operationen gegen LGBTQIA+-Aktivisten durchführe. Ihren Angaben zufolge hätten diese Menschen kein anderes Verbrechen begangen, als sie selbst zu sein und ihre oder die Rechte anderer zu verteidigen.



