Mehr als einer von vier Einwohnern des Alentejo ab 15 Jahren gab an, im Jahr 2025 Medikamente ohne ärztliche Verschreibung eingenommen zu haben. Der Anteil erreichte 26,2% in der Region, wie aus den Ergebnissen des nationalen Gesundheitssurveys hervorgeht, die vom Instituto Nacional de Estatística veröffentlicht wurden. Dieser Wert liegt unter dem landesweiten Durchschnitt von 33,2% in ganz Portugal. Der Indikator bezieht sich auf den Konsum in den zwei Wochen vor dem Interview und stellt nicht notwendigerweise ein übliches Muster der Selbstmedikation dar.
Unter den vom INE hervorgehobenen Regionen verzeichnete die Algarve mit 38,6% den höchsten Anteil, gefolgt von Groß-Lissabon mit 38%. Die landesweiten Ergebnisse zeigen auch deutliche Unterschiede zwischen Altersgruppen, wobei der höchste Anteil beim Konsum nicht verschreibungspflichtiger Medikamente in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen zu verzeichnen war und 40,4% erreichte.
Der nationale Gesundheitssurvey zeichnet auch das Profil des üblichen Konsums verschreibungspflichtiger Medikamente in Portugal auf. Bluthochdruck ist die Krankheit, die am häufigsten mit diesem Konsum verbunden ist, und betrifft 27% der Bevölkerung ab 15 Jahren, gefolgt von Medikamenten gegen Cholesterin oder Triglyceride, die von 24,4% eingenommen werden. Auch wurden übliche Einnahmen von Schlafmitteln bei 14,7% der Bevölkerung, angstlösenden Mitteln bei 12,1% und Antidepressiva bei 9,3% erfasst.
Die Unterschiede zwischen den Generationen erstrecken sich auch auf den Zugang zu Gesundheitsdiensten. Mehr als 80% der älteren Bevölkerung ohne Schulbildung und im Ruhestand gaben an, im letzten Jahr mindestens eine Konsultation in allgemeiner Medizin gehabt zu haben, während der Anteil bei jungen Menschen zwischen 15 und 24 Jahren bei 56% lag. Der nationale Gesundheitssurvey 2025 wurde vom INE auf Basis einer repräsentativen Stichprobe von rund 22




