Die türkischen Behörden verhafteten fast hundert Aktivisten während eines Protests gegen Razzien (Polizeieinsätze), die auf die LGBT-Gemeinschaft abzielten. Der Protest fand in Istanbul statt, obwohl der genaue Ort im Artikel nicht erwähnt wird.
Unter den Verhafteten befinden sich Aktivisten von Menschenrechtsorganisationen, darunter Mitglieder des Menschenrechtsvereins Kleinasiens (MAF-DER), einer Organisation, die sich für die Rechte der LGBT-Gemeinschaft einsetzt. Die Polizei führte Razzien an Orten durch, die von der LGBT-Gemeinschaft in der türkischen Hauptstadt frequentiert werden.
Der Menschenrechtskommissar des Europarats äußerte seine „Besorgnis" über diese Situation und demonstrierte damit internationale Aufmerksamkeit für den Fall. Der Europarat ist eine internationale Organisation, die von der Europäischen Union getrennt ist, der die Türkei nicht angehört.
Die Türkei ist international wegen ihrer als restriktiv geltenden Politik gegenüber der LGBT-Gemeinschaft kritisiert worden. Das Land hat offiziell die Teilnahme transgeschlechtlicher Athleten an Frauenwettbewerben verboten und den Druck auf Organisationen erhöht, die sich für die Rechte dieser Gemeinschaft einsetzen, in einem Kontext zunehmenden sozialen Konservatismus im Land.




