Die Euribor-Sätze für drei, sechs und zwölf Monate stiegen am Dienstag, wobei die längeren Laufzeiten die höchsten Werte seit etwa zwei Jahren erreichten. Der Sechsmonats-Euribor wurde bei 2,946% festgelegt, 0,010 Punkte mehr als am Montag und ein neuer Höchststand seit Oktober 2024. Bei der Zwölfmonatslaufzeit stieg der Satz auf 3,326%, 0,014 Punkte mehr und ein neuer Höchststand seit August 2024. Der Dreimonats-Euribor stieg ebenfalls auf 2,682%, 0,018 Punkte mehr als am Vortag.
Laut Daten der Banco de Portugal für Juli machte der Sechsmonats-Euribor 39,87% des Bestands an Darlehen für selbstgenutztes Wohneigentum mit variablem Zinssatz aus. Der Zwölfmonats- und der Dreimonats-Euribor machten 31,26% bzw. 24,40% aus, was die Bedeutung dieser Laufzeiten auf dem portugiesischen Wohnungsbaudarlehensmarkt zeigt.
Am vergangenen Donnerstag erhöhte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen um 25 Basispunkte, nachdem sie sie im Juli beibehalten hatte. Im Juni hatte die EZB die Zinsen bereits zum ersten Mal seit September 2023 erhöht, insgesamt acht Senkungen seit Beginn des Zinssenkungszyklus im Juni 2024. Die nächste geldpolitische Sitzung der EZB findet am 28. und 29. Oktober in Frankfurt statt.
Im August stieg die monatliche Durchschnittsrate des Euribor für drei, sechs und zwölf Monate, mit größerer Intensität als im Juli und deutlicher bei der längsten Laufzeit. Der Dreimonatsdurchschnitt stieg um 0,088 Punkte auf 2,513%, der Sechsmonatsdurchschnitt legte um 0,066 Punkte auf 2,713% zu, und der Zwölfmonatsdurchschnitt stieg um 0,099 Punkte auf 2,954%. Die Euribor-Sätze werden als Durchschnitt der Zinssätze festgelegt, zu denen eine Gruppe von 21 Banken der Eurozone bereit ist, sich gegenseitig Geld auf dem Interbankenmarkt zu leihen.




