Die Jahresinflationsrate Spaniens schoss im August auf 4,3%, ein Anstieg von sieben Zehnteln gegenüber dem Vormonat und der höchste Wert seit Februar 2023, laut dem spanischen Statistikamt. Dieser Anstieg wurde durch den starken Anstieg der Kraftstoffpreise angetrieben, in einem Moment, in dem die Ölpreise aufgrund des Konflikts im Nahen Osten wieder über 100 Dollar pro Barrel stiegen.
Die Kerninflation, die die volatileren Komponenten wie Energie und frische Lebensmittel ausschließt, blieb mit 2,9% hoch, allerdings eine Zehntel unter dem Vormonat. Die Inflationsrate hat einen stetigen Aufwärtstrend beibehalten, angetrieben durch steigende Lebensmittelpreise aufgrund des Iran-Kriegs, der bereits seit über sechs Monaten andauert.
Diese Verschärfung der Inflation hat den Index zunehmend vom 2%-Ziel der Europäischen Zentralbank entfernt. Die Situation hat die EZB bereits dazu veranlasst, ihre Zinssätze in diesem Jahr zweimal anzuheben, wobei die Möglichkeit weiterer Anhebungen offen bleibt, falls der Druck anhält.
Die harmonisierte Inflationsrate Spaniens, die für Vergleiche mit anderen europäischen Ländern verwendet wird, stieg im August auf 4,6% gegenüber dem Vorjahreszeitraum, über den 3,9% vom Juli.




