Die Preislücke beim Dieselpreis der Petrobras im Verhältnis zu den internationalen Notierungen hat Rekordwerte erreicht, was die Alarmglocken für die Versorgung des brasilianischen Marktes im Oktober läuten ließ. Die Situation gibt insbesondere wegen der historischen Rolle des staatlichen Unternehmens bei der inländischen Preisgestaltung des Kraftstoffs Anlass zur Sorge.
Daten des Brasilianischen Verbandes der Kraftstoffimporteure (Abicom) zeigen, dass für die Lieferung im Oktober nur 150.000 Kubikmeter importierter Diesel erwartet werden, ein Volumen, das deutlich unter den rund 850.000 Kubikmetern liegt, die im September verzeichnet wurden. Der Rückgang der Einfuhr ist direkt auf den durch die Preislücke verursachten Wettbewerbsverlust zurückzuführen.
Der Monat Oktober verzeichnet üblicherweise eine höhere Nachfrage nach Diesel aufgrund der landwirtschaftlichen Erntesaison, was die Auswirkungen des Rückgangs des importierten Angebots verschärft. Der Rückgang der Bestände an importiertem Kraftstoff kann die Versorgung in einer Phase des Spitzenverbrauchs auf dem Land gefährden.
Die Agrarindustrie spürt bereits die Auswirkungen der Situation und äußert Besorgnis über die Auswirkungen auf die Gewinnspannen. Die Erwartung ist eine Erhöhung der Produktionskosten, da Diesel ein wesentlicher Betriebsstoff für landwirtschaftliche Tätigkeiten ist, insbesondere während der Ernte- und Pflanzzeit.




