Das Nationale Zentrum für Naturkatastrophen-Monitoring und -Warnungen (Cemaden) steht vor einer Notlage, die seine Fähigkeit beeinträchtigt, mit brasilianischen Bundesstaaten und Gemeinden zusammenzuarbeiten. Die Institution, die für die Überwachung extremer Klimaereignisse verantwortlich ist, leidet unter Budgetproblemen, Personalmangel und unzureichender Ausstattung.
Die Verwundbarkeit des Zentrums fällt in eine Zeit, in der extreme Klimaereignisse in Brasilien intensiver und häufiger geworden sind. Diese Kombination aus höherer Nachfrage und geringerer operativer Kapazität gefährdet die Wirksamkeit der Warnungen und der Präventionsarbeit bei Katastrophen im Land.
Das Cemaden wurde 2012 gegründet, nach den katastrophalen Regenfällen, die 2011 die Serra-Region von Rio de Janeiro heimsuchten. Damals führte die Tragödie zu zahlreichen Todesfällen und enormer Zerstörung, was die Notwendigkeit eines nationalen Überwachungs- und Warnsystems deutlich machte. Allerdings deutet der Bericht darauf hin, dass mehr als zehn Jahre nach seiner Gründung die Struktur des Zentrums nicht ausreichend gestärkt wurde, um den wachsenden Anforderungen durch den Klimawandel gerecht zu werden.




