Ein Artikel des Portals Viva Bem befasst sich mit Depressionen im Alter und betont, dass anhaltende Traurigkeit bei älteren Menschen oft nicht nur Teil des Alterns ist, sondern ein verborgenes Gesundheitsproblem darstellen kann. In Brasilien haben laut Gesundheitsministerium etwa 36 Millionen Menschen 60 Jahre oder mehr. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass 15% der Menschen ab 70 Jahren mit einer psychischen Störung leben.
Der Text warnt, dass sich Depressionen im Alter nicht immer durch Traurigkeit manifestieren. Symptome wie Apathie, soziale Isolation, anhaltende Schmerzen, Schlafstörungen, Appetit- und Gedächtnisveränderungen können ebenfalls auf diesen Zustand hinweisen, der noch immer unterdiagnostiziert wird. Depressionen und Angstzustände sind in dieser Altersgruppe häufig, bleiben aber oft ohne angemessene Diagnose und Behandlung.
Der Geriater Luis Alberto Saporetti vom Krankenhaus Sírio-Libanês wird in dem Beitrag zitiert und erklärt, dass Altern Veränderungen und Anpassungen an Verlust mit sich bringt, Depression jedoch die Art und Weise verändert, wie eine Person lebt. Seiner Einschätzung nach sind Traurigkeit und Depression keine Synonyme, da Traurigkeit eine natürliche Emotion ist. Er warnt, dass man aufpassen muss, wenn Gefühle zu lange anhalten, da es bei Depressionen zu einem Verlust von Freude und Antriebslosigkeit kommt.




