Die Führer von Schottland, Wales und Nordirland unterzeichneten am Montag ein gemeinsames Abkommen, das die britische Regierung auffordert, sich auf eine mögliche Verfassungsänderung vorzubereiten. Das Dokument stellt eine direkte Herausforderung für die aktuelle Struktur des Vereinigten Königreichs dar, wobei die drei Territorien mehr politische und administrative Autonomie fordern.
Die Unterzeichner streben eine Annäherung an die Europäische Union als Teil ihrer Zukunftsvision an. Diese Position steht im Gegensatz zum Brexit, der zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus dem europäischen Block führte, und deutet darauf hin, dass die Regionen eine gewisse Form der europäischen Integration zurückgewinnen möchten.
In der Denkschrift heißt es: "Für die Menschen, die diesen Inseln zusehen, und für die Menschen, die weltweit zusehen, könnte es kein klareres Signal geben, dass die Zeit von Westminster sich dem Ende zuneigt", in direkter Referenz auf das britische Parlament. Diese Erklärung symbolisiert die Unzufriedenheit mit dem Zentralismus von Westminster.
Das Abkommen entfacht die Debatte über die Zukunft des Vereinigten Königreichs als vereinte Einheit erneut, stellt die Kontinuität der aktuellen britischen Verfassungsstruktur in Frage und verschärft die Spannungen zwischen der Zentralregierung und den dezentralisierten Verwaltungen.



