Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu beschuldigte heute die Filmemacher des Dokumentarfilms „Naza", „antisemitischen Hass zu schüren" – und zwar aus dem eigenen Land heraus. Diese Anschuldigung erfolgt in einem Kontext innenpolitischer Spannungen in Israel im Zusammenhang mit dem Inhalt des Dokumentarfilms.
Der Oberbefehlshaber der israelischen Armee ordnete eine Bewertung rechtlicher Maßnahmen gegen die Filmemacher an und signalisierte damit eine institutionelle Reaktion auf die von Netanyahu erhobenen Anschuldigungen. Die Situation stellt den Diskurs über die Grenzen der Meinungsfreiheit und die Grenzen zwischen politischer Kritik und Antisemitismus im israelischen Kontext in den Vordergrund.



