Neun Länder der Europäischen Union, darunter Frankreich, Italien, Griechenland und Portugal, kündigten die Verschiebung der Einführung der Fingerabdruckerfassung für Bürger außerhalb Europas an. Deutschland, Malta, die Niederlande, die Schweiz und Belgien beantragten ebenfalls eine Verlängerung der Frist und gaben an, mehr Zeit zu benötigen, um die neuen Grenzkontrollen an viel frequentierten Flughäfen des Blocks umzusetzen.
Das Ein- und Ausreisesystem, das sogenannte EES, hätte am 6. September in Kraft treten sollen. Es wurde mehrfach verschoben, um Menschenansammlungen bei Großveranstaltungen zu vermeiden, einschließlich der Olympischen Spiele 2024 in Paris.
Spanien, das anfänglich Probleme mit dem System hatte, implementiert das EES vollständig. Das 2017 von der EU verabschiedete EES wurde im Oktober vergangenen Jahres offiziell gestartet und sollte im April voll funktionsfähig sein, doch anfängliche Probleme führten zu einer erneuten Verschiebung für die Mitgliedstaaten.
Bisher wurden seit dem Start des Systems rund 200 Millionen Registrierungen und 70 Millionen Grenzübertritte durchgeführt, wie den verfügbaren Daten im Artikel zu entnehmen ist.




