Der Eisenbahnhof Azambuja, der zwischen 1933 und 1935 erbaut wurde, um ein heruntergekommenes Gebäude des alten Netzes zu ersetzen, verbirgt in seinen Fundamenten eine bahnbrechende Ingenieurslösung für das instabile Gelände der Lezíria: Dutzende von Pfählen aus grünem Kiefernholz, die in mehr als 12 Meter Tiefe eingerammt wurden, auf denen das Gebäude errichtet wurde. Das CP-Bulletin von 1936 beschreibt detailliert, wie die Schlickschicht und der dauerhaft durchnässte Sandboden die Planer dazu zwangen, diese Holzpfahllösung zu wählen, die durch die kontinuierliche Unterwasserlagerung unbegrenzt erhalten bleiben könnte. Der Bahnhof umfasste auch zwei Wohnungen für Mitarbeiter im ersten Stock, einen überdachten Vorbau aus Stahlbeton mit 4,5 Metern Auskragung, der in Portugal als innovativ galt, und Fliesenpaneele, die die landwirtschaftliche Aktivität der Region darstellen, und bleibt fast ein Jahrhundert später eines der wichtigsten Eingangstore von Azambuja.
Jornal e Rádio Valor Local Regional – Grande Lisboa, Ribatejo e Oeste14.09.26, 15:52