Im Jahr 1928 leiteten die Behörden von Porto eine Kampagne ein, um barfuß gehende Personen von den Straßen zu vertreiben. Das Verbot entwickelte sich rasch weiter und sah nun Geldstrafen für diejenigen vor, die barfuß an öffentlichen Orten angetroffen wurden, wobei Wiederholungstäter mit Haft rechnen mussten.
Lissabon folgte dem Beispiel von Porto und übernahm ähnliche Maßnahmen. Die Kampagne wurde als „Barfußgesetz" bekannt, obwohl es nie ein einzelnes nationales Gesetz mit dieser Bezeichnung gab.
Die Initiative war Teil der Bemühungen der Behörden, das Image von Modernität und Fortschritt des Landes zu fördern, indem sie versuchten, das zu beseitigen, was als Zeichen von Armut und Unterentwicklung auf den portugiesischen Straßen angesehen wurde.



