Die Gemeinden Alcoutim in Portugal und Sanlúcar de Guadiana in Spanien haben ein gemeinsames Schreiben an die Regierungen beider Länder gerichtet, in dem sie um eine letzte Anstrengung zur Freigabe des Baus der Internationalen Brücke über den Guadiana bitten. Die Bürgermeister, Paulo Jorge Cavaco Paulino und José María Pérez Díaz, äußerten tiefe Besorgnis über den seit zu langem andauernden Stillstand. In dem Schreiben betonen sie, dass die Brücke die Zugänglichkeit dieses grenzüberschreitenden Gebiets grundlegend verändern und zur territorialen Kohäsion beitragen kann, indem sie neue Entwicklungsmöglichkeiten für Gemeinden schafft, die von Abgeschiedenheit, geringer Bevölkerungsdichte und Entvölkerung betroffen sind.
Der Bau der Brücke trat in eine neue Phase ein, als der Vertrag zwischen Portugal und Spanien auf dem 35. Portugiesisch-Spanischen Gipfeltreffen in Faro am 23. Oktober 2024 unterzeichnet wurde. Anschließend wurde die Gemischte Technische Kommission aus Portugal und Spanien eingesetzt, der Vertreter beider Länder sowie der regionalen und lokalen Behörden angehören. Im Oktober 2025 begannen die Analysearbeiten des Projekts, doch der Prozess hängt derzeit noch vom Gutachten des spanischen Ministeriums für ökologischen Wandel und demografische Herausforderungen bezüglich der Umweltauswirkungen ab.
Angesichts dieser Situation sind die beiden Gemeinden der Ansicht, dass ein neuer politischer Impuls erforderlich ist. Die Bürgermeister erkennen die Komplexität des Verfahrens und die bereits geleisteten Anstrengungen an, vertreten jedoch die Auffassung, dass die Gelegenheit, die gesamte geleistete Arbeit und alle getätigten Investitionen nicht verloren gehen dürfen. Alcoutim und Sanlúcar de Guadiana haben sich den Regierungen und den übrigen zuständigen Stellen zur Zusammenarbeit bei der Lösung der offenen Fragen zur Verfügung gestellt, indem sie Informationen bereitstellen, an technischen und politischen Sitzungen teilnehmen und dazu beitragen, dass alle Umwelt-, Technik- und Verwaltungsanforderungen vollständig erfüllt werden.
„Die Brücke ist nicht nur eine Infrastruktur: Sie ist eine Transformationschance für ein Gebiet, das seit Jahrzehnten auf eine physische Verbindung wartet, die zwei Ufer, zwei Gemeinden und zwei Länder zusammenbringen kann", schlossen die Bürgermeister in dem an die Regierungen gerichteten Schreiben.




