Natürliche Halogene wie Brom und Iod, die von den Ozeanen und anderen Ökosystemen emittiert werden, haben im Laufe des letzten Jahrhunderts eine fundamentale Rolle bei der Zerstörung der Ozonschicht gespielt. Dies ist die Schlussfolgerung einer internationalen Studie unter der Leitung des Instituto de Químico-Física Blas Cabrera (IQF-CSIC) in Spanien.
Die Forschung demonstrierte zum ersten Mal, dass diese natürlichen chemischen Verbindungen dazu beitrugen, die natürliche Barriere abzubauen, die die Erde vor ultravioletten Strahlen schützt. Neben erheblichen Schäden tragen natürliche Halogene auch dazu bei, die Erholung der Ozonschicht zu verzögern.
Die Studie zeigt, dass nicht nur synthetische Substanzen wie Chlorfluorkohlenwasserstoffe (FCKWs) die Ozonschicht bedrohen. Natürliche Halogenemissionen haben, obwohl in geringerem Umfang, eine signifikante kumulative Wirkung auf den Prozess der Zerstörung dieser schützenden Barriere.
Diese Entdeckung hat wichtige Implikationen für das Verständnis atmosphärischer Prozesse und könnte Umweltschutzpolitiken beeinflussen, da sie zeigt, dass die Wechselwirkung zwischen natürlichen Ökosystemen und der Atmosphärenchemie komplexer ist, als man zuvor angenommen hatte.



