Das Oberste Bundesgericht analysiert in einer Plenumssitzung einen Bericht der Bundespolizei, der auf eine mögliche Beziehung zwischen Minister Alexandre de Moraes und dem ehemaligen Bankier Daniel Vorcaro, Eigentümer der Banco Master, hinweist. Vorcaro ist wegen billionenschwerer Finanzbetruge inhaftiert. Laut dem am Dienstag (15.) analysierten Bericht tauschte Moraes 52 Nachrichten mit Vorcaro aus.
Die außerordentliche Sitzung zählt zehn anwesende Minister, von denen zwei sich für befangen erklärt haben: Dias Toffoli und Nunes Marques. Dadurch können nur acht Minister an der Abstimmung teilnehmen, was die Möglichkeit eines Pattstands schafft.
Gemäß der Analyse von Juristen, die von der CBN gehört wurden, hätte im Falle eines Pattstands der Präsident des STF und Minister Edson Fachin eine Minerva-Stimme, um zu entscheiden, ob die Sitzung fortgesetzt oder verschoben wird. Andere Tagesordnungspunkte werden erneut diskutiert, wenn die Arbeiten wieder aufgenommen werden.
Die Geschäftsordnung des Gerichts sieht vor, dass solche Situationen durch die Qualitätsstimme des Präsidenten gelöst werden, die in diesem Fall bei Fachin liegt. Dino kritisierte auch Fachin dafür, die Berichterstattung über Fälle übernommen zu haben, die zuvor bei Mendonça lagen.




