Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (Opas) kündigte eine Vereinbarung mit dem Pharmaunternehmen Gilead Sciences an, die den Zugang von 14 Ländern in Lateinamerika und der Karibik zum Lenakapavir erleichtern wird, einem Langzeitmedikament zur Prävention des HIV-Virus. Das Medikament wird zweimal jährlich angewendet und bietet eine Alternative zu den bestehenden täglichen Behandlungen.
Die von der Vereinbarung begünstigten Länder sind Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Panama, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela. Diese Länder können das Lenakapavir über die Regionalen Revolvierenden Fonds der Opas erwerben, einen Mechanismus, der die kollektive Verhandlung mit dem Pharmaunternehmen erleichtert.
Laut Opas hat sich Gilead Sciences verpflichtet, einen Technologietransferprozess in Brasilien voranzutreiben, mit dem Ziel, die lokale Produktion des Medikaments in Zukunft zu erleichtern. Jedes teilnehmende Land muss seine eigenen internen regulatorischen Prozesse für die Zulassung des Produkts einhalten.
Das Lenakapavir ist ein halbjährlich anzuwendendes Medikament, das Schutz gegen eine HIV-Infektion bietet. Die Opas betont, dass die Vereinbarung den Zugang zu diesem Präventionswerkzeug in Ländern der Region erweitern soll, wo der Zugang zu innovativen Behandlungen normalerweise begrenzt ist.




