Die erste Stunde der Plenumssitzung des Obersten Bundesgerichtshofs (STF), die den Bericht der Bundespolizei über die Beziehung zwischen Minister Alexandre de Moraes und dem Bankier Daniel Vorcaro analysierte, war von spürbarer Spannung im Saal geprägt. Das Plenum wies mehrere leere Stühle auf, und das Publikum bestand größtenteils aus Assistenten der Minister selbst und Journalisten, mit wenigen Vertretern der juristischen Welt vor Ort. Der Präsident der Bundesrechtsanwaltskammer (OAB), Beto Simonetti, war eine der wenigen Autoritäten aus dem juristischen Bereich, die die Verhandlung verfolgten, und saß in der ersten Reihe vor den Ministern.
Während der Präsident des Gerichtshofs, Edson Fachin, den Bericht verlas, blieben die Minister den größten Teil der Zeit schweigend, konsultierten Dokumente, lasen Schriftstücke auf Papier, markierten Passagen oder betrachteten ihre Computer. In einem der seltenen Gesprächsmomente während der Sitzung interagierte der Senioritätspräsident Gilmar Mendes kurz mit Dias Toffoli und Alexandre de Moraes, die nebeneinander sitzende Plätze im Plenum einnehmen.
Die Atmosphäre wurde auch durch verstärkte Sicherheitsmaßnahmen geprägt, mit Sicherheitskräften und Beamten der Judiziellen Polizei im Saal. Die Sitzung fand unter starker Spannung statt, wie aus der Haltung der Teilnehmer und der Gestaltung des Raums während der Analyse des Berichts hervorging.




