José Sócrates, ehemaliger Premierminister Portugals und Hauptangeklagter in der Operation Marquês, erklärte, er habe in einer gemieteten Wohnung in Paris gelebt, als er verhaftet wurde, und fragte sich, ob er das getan hätte, wenn er der Eigentümer der Wohnung gewesen wäre.
In seiner Verteidigung zitiert Sócrates Telefonabhörmaßnahmen und E-Mails, in denen Carlos Santos Silva, sein langjähriger Freund, als rechtmäßiger Eigentümer der Pariser Wohnung behandelt wird.
Der ehemalige Regierungsbeamte beschuldigt die Staatsanwaltschaft, Abhörmaßnahmen zu „verstecken", die der Anklagethese widersprechen, und deutet darauf hin, dass diese Beweise zeigen würden, dass er nicht der Eigentümer der Immobilie war.
Die Operation Marquês ist eine strafrechtliche Untersuchung, die Verdächtigungen von Korruption, Steuerbetrug und Geldwäsche im Zusammenhang mit dem ehemaligen Premierminister betrifft.




