Die Direktorin des Nationalen Sekretariats für das kulturelle Erbe der Kirche (SNBCI), Fátima Eusébio, vertrat die Ansicht, dass die Kirche denkmalgerecht planen und Präventivschutzpläne für das Erbe erstellen sollte, um die Lebensdauer der Objekte zu verlängern und erhebliche Schäden zu vermeiden. In einem Interview im Programm Ecclesia der RTP2 erklärte die Verantwortliche, dass diese Position aus der Beobachtung von Problemen resultiert, die bei unangemessenen Verfahren durch diejenigen festgestellt wurden, die mit dem kirchlichen Erbe umgehen.
Das SNBCI bietet ab 15. September einen Online-Schulungskurs zur Präventivkonservierung an, der in vier Sitzungen unterteilt ist und grundlegende Verfahren für die Pflege des unbeweglichen, beweglichen und integrierten Erbes umfasst, das in der Verantwortung der Pfarreien liegt. Die Kursleiterin ist Eva Raquel Neves von der Kommission für das kulturelle Erbe der Kirche der Diözese Santarém, die praktische Orientierungen zu alltäglichen Gegebenheiten des pfarrlichen Lebens vorschlagen wird.
Der Kurs umfasst vier Module: das Gebäude (15. September), integriertes Erbe wie Schnitzereien, Retabel, Wandmalerei, Fliesen und Stein (22. September), bewegliches Erbe einschließlich Malerei, Skulptur und Mobiliar (29. September) sowie Textilien, Goldschmiedekunst, Bücher und Dokumente (6. Oktober). Fátima Eusébio betonte, dass es sich nicht um einen wissenschaftlichen Kurs, sondern um einen Kurs zu bewährten Praktiken handelt, und gab als Beispiel, dass man Staub saugen statt kehren sollte, um den Staub nicht aufzuwirbeln, der sich auf dem Erbe absetzt.
Die Schulung richtet sich an Priester, Diakone, Ministranten, Sakristane, Bruderschaften, Ordensgemeinschaften, Ordens institute, Katecheten, Konservierungs- und Restaurierungstechniker sowie Architekten und Ingenieure. Die Verantwortliche erkannte die Arbeit derer an, die sich um die Räume kümmern, wies jedoch darauf hin, dass das Fehlen von Kenntnissen häufig zur Anwendung unangemessener Verfahren führt, die der Erhaltung des Erbes nicht dienen.



