Die spanische Justiz verweigerte erneut die Amnestie für Carles Puigdemon, den katalanischen Unabhängigkeitsführer, der 2017 aus Spanien floh. Die Entscheidung wurde vom spanischen Obersten Gerichtshof getroffen, der die Anwendung des Amnestiegesetzes auf den Fall des ehemaligen Präsidenten der Generalitat ablehnte.
Die Entscheidung erging, nachdem der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) am 16. Juli seine Billigung zum Amnestiegesetz erteilt hatte. Das europäische Gericht war der Ansicht, dass das im Jahr 2024 vom spanischen Parlament verabschiedete Gesetz, das sich gegen die katalanischen Unabhängigkeitsbefürworter richtete, mit dem Recht der Europäischen Union im Einklang stand.
Das Amnestiegesetz wurde speziell verabschiedet, um die Verantwortlichen des katalanischen Unabhängigkeitsprozesses von 2017 zu begünstigen, einschließlich Carles Puigdemon und anderer katalanischer Politiker, die das Land verließen, um der spanischen Justiz zu entkommen.
Trotz der positiven Stellungnahme des EuGH hielt der spanische Oberste Gerichtshof an seiner Position fest, die Amnestie nicht anzuwenden, und schuf damit einen neuen juristischen Streit zwischen spanischen und europäischen Justizorganen über die Zukunft von Puigdemon.



