Die CDU hat bei der Câmara Municipal de Guimarães nach dem Treffen zwischen Präsident Ricardo Araújo und dem israelischen Botschafter gefragt und dabei ihre Besorgnis über die Verbindung des Namens von Guimarães mit der Politik der israelischen Regierung im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts zum Ausdruck gebracht. Die kommunistischen Mandatsträger wollen wissen, welche politischen und ethischen Begründungen den offiziellen Empfang des Botschafters trugen.
Die Stadtverwaltung hatte das Treffen als einen Moment dargestellt, der der Schaffung neuer Kooperationsmöglichkeiten zwischen Guimarães und Israel gewidmet war, in den Bereichen Innovation, Technologie, Zivilschutz, Qualifizierung von Humanressourcen und Investitionsförderung, mit besonderem Augenmerk auf die Ansiedlung der TAG Medical Products Corporation im AvePark durch TAGlobal Portugal.
Die CDU fragt außerdem, ob die Câmara Municipal bereit ist, sich öffentlich von der Politik der israelischen Regierung zu distanzieren und Positionen wie einen sofortigen Waffenstillstand und die Aufhebung der Blockade des Gazastreifens zu vertreten, sowie auf welche Weise die Gemeinde sicherstellen möchte, dass etwaige Abkommen oder Partnerschaften nicht gegen das Völkerrecht verstoßen.
Mit dieser formellen Anfrage schließt sich die CDU dem Bloco de Esquerda, der Sozialistischen Jugend und LIVRE in der Gruppe der politischen Kräfte an, die öffentlich Bedenken gegen das Treffen geäußert haben. Bisher hat Ricardo Araújo verteidigt, dass er weiterhin alle in Portugal akkreditierten Botschafter empfangen werde, und betrachtet das Treffen als Teil der normalen diplomatischen und protokollarischen Tätigkeit der Gemeinde.




