Die Fettleber, früher einfach als Ansammlung von Fett in der Leber bekannt, wurde kürzlich durch den internationalen Expertenkonsens als metabolisch-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) neu klassifiziert. Diese Namensänderung spiegelt ein neues Verständnis der Erkrankung wider, die nicht mehr nur als Zufallsbefund bei Ultraschalluntersuchungen angesehen wird, sondern die Rolle eines wichtigen Markers für systemisches Risiko übernommen hat.
Schätzungen der Brasilianischen Gesellschaft für Hepatologie (SBH) und Veröffentlichungen internationaler Gesundheitsbehörden zeigen, dass etwa drei von zehn Erwachsenen eine übermäßige Ansammlung von Triglyceriden in den Hepatozyten aufweisen. Diese Zahl stellt einen signifikanten Anstieg der Erkrankung dar, die sich als eine der am schnellsten wachsenden klinischen Bedingungen in der modernen Medizin etabliert hat.
Das Szenario wird durch zentrale Faktoren des modernen Lebens vorangetrieben, darunter kalorienreiche Ernährung reich an raffiniertem Zucker und gesättigten Fetten, Bewegungsmangel, Insulinresistenz und überschüssiges viszerales Fett. Da es sich um eine in ihren frühen Stadien symptomlose Erkrankung handelt, wird sie von den Patienten häufig nicht bemerkt, was die Besorgnis der öffentlichen Gesundheitsbehörden weiter erhöht.




