Der Bericht der Bundespolizei, der am Dienstag von den Ministern des Obersten Gerichtshofs analysiert wird, zeigt, dass der Bankier Daniel Vorcaro 52 Nachrichten an Richter Alexandre de Moraes sandte. Das 218-seitige Dokument, das auf Anordnung von Richter André Mendonça erstellt wurde, beschreibt den Nachrichtenaustausch zwischen beiden und wird bei der Verhandlung verwendet werden, die entscheiden kann, ob eine Untersuchung der ermittelten Sachverhalte genehmigt wird.
Die Nachrichten wurden in den Wochen vor der ersten Verhaftung des Bankiers und der Liquidation der Banco Master aufgezeichnet. In den aufgelisteten Dialogen suchte Vorcaro bei Moraes Rat und Unterstützung, um die beiden feindlichen Maßnahmen gegen ihn und sein Finanzinstitut rückgängig zu machen.
Die Ermittlungen deuten darauf hin, dass der Bankier Behörden aller drei Gewalten der Republik einschaltete, um die Situation zu umgehen. Der Bericht beschreibt nur die von Vorcaro an einen Kontakt gesendeten Nachrichten, die in seinem Handy als „Alexandre" gespeichert waren, ohne zu spezifizieren, ob es Antwortnachrichten des Richters gab.




