Eine Studie mit 100 Mauspaaren, die über mehr als drei Jahrzehnte an der University of California in Riverside durchgeführt wurde, lieferte unerwartete Ergebnisse. Die Wissenschaftler züchteten genetisch ausgewählte Mäuse mit außergewöhnlich hoher körperlicher Aktivität und erwarteten, dass diese „Super-Athleten" einen biologischen Preis für ihre Anstrengung zahlen würden.
Die evolutionäre Theorie deutete darauf hin, dass diese Tiere unvermeidliche Kompromisse eingehen müssten, wie etwa ein kürzeres Leben oder eine geringere Fortpflanzungsfähigkeit, aufgrund der begrenzten Energieverteilung. Die Forscher hofften, Belege dafür zu finden, dass die Investition in sportliche Leistung durch Kosten in anderen biologischen Bereichen ausgeglichen werden müsste.
Nach über 30 Jahren Forschung fanden die Wissenschaftler jedoch keine biologische Bestrafung bei den für hohe körperliche Aktivität ausgewählten Mäusen. Dieses überraschende Ergebnis widerspricht einer zentralen Idee der Evolutionsbiologie über die energetischen Grenzen, mit denen Organismen konfrontiert sind.
Die Studie, über die Sci Tech Daily berichtete, stellt damit eine grundlegende Vorstellung über die Beziehung zwischen energetischer Investition und biologischen Kosten in Frage und deutet darauf hin, dass zumindest bei diesen Mäusen außergewöhnliche athletische Fähigkeiten keine messbaren Opfer in anderen Lebens- oder Fortpflanzungsbereichen erfordern.




