Die portugiesische Sprache wird als tiefster Pfeiler der portugiesischen nationalen Identität dargestellt, die in ihrer Aussprache und ihrem Wortschatz die Geschichte und die Seele des Volkes trägt. Der Artikel warnt, dass in einem Zeitalter der beschleunigten Globalisierung neue Generationen einem ständigen "Bombardement von Brazilianismen" durch den Konsum digitaler Inhalte ausgesetzt sind. Es wird verteidigt, dass die Bewahrung des Portugiesisch in Portugal nicht bedeutet, den Reichtum der portugiesischsprachigen Welt abzulehnen, sondern vielmehr abzulehnen, dass die portugiesische Sprachmatrix in ihrem eigenen Land verwässert oder ersetzt wird.
Der Artikel kritisiert die aufeinanderfolgenden orthografischen Abkommen und betrachtet sie als gescheiterte und künstliche Versuche, eine einheitliche Schreibung in einem Universum durchzusetzen, das von Natur aus pluralistisch ist. Der Autor argumentiert, dass der wahre Reichtum des Portugiesischen in seiner Vielfalt und seinen regionalen Eigenheiten liegt, und nicht in einer erzwungenen Standardisierung, die die Wurzel der Wörter verstümmelt und die Schreibung von der natürlichen Aussprache entfernt. Seiner Meinung nach führt diese Harmonisierung des genuin Verschiedenen zur Verarmung der europäischen Hochsprachnorm.
Den Schutz der portugiesischen Norm zu beschreiben wird als ein Akt der Souveränität und der Liebe zur portugiesischen Kultur dargestellt. Der Artikel fordert die Wertschätzung der Schreibung mit ihren ursprünglichen stummen Konsonanten, der traditionellen Grammatik und der Musikalität des portugiesischen Wortschatzes, sowohl in den Schulen als auch in den Medien. Der Autor schließt, dass die Vielfalt der Sprache durch das organische Zusammenleben ihrer Varianten gefeiert werden sollte, und nicht durch das Ende der portugiesischen Variante im Namen einer kommerziellen Vereinheitlichung.
In einer abschließenden Anmerkung fragt der Autor, ob es noch fähige Portugiesen auf ausländischen Fernsehkanälen gibt und ob Portugiesen in den Medien anderer Länder Chancen erhalten, und suggeriert, dass dieser Mangel an Repräsentation zum Extremismus beitragen kann.




