Die Nationale Agentur für Zivilluftfahrt (Anac) hat eine neue Resolution mit strengeren Regeln für undisziplinierte Passagiere an Bord von Flugzeugen genehmigt. Die Norm wurde im März dieses Jahres vom Kollegialvorstand genehmigt und trat am Montag in Kraft. Die wichtigste Änderung besteht darin, dass Disziplinarlosigkeiten nun zur sofortigen Beendigung des Luftbeförderungsvertrags führen und die Fluggesellschaften nicht mehr verpflichtet sind, den Passagier auf einem anderen Flug zum endgültigen Zielort umzubuchen.
Vor dieser Resolution waren die Fluggesellschaften trotz eines undisziplinierten Passagiers, der eine Zwischenlandung der Maschine an einem alternativen Flughafen erzwungen und das Flugzeug verlassen hatte, verpflichtet, den Vertrag zu erfüllen und den Kunden ans Ziel zu bringen. Mit der neuen Regel entfällt diese Verpflichtung.
Die Resolution definiert auch klar, welche Handlungen als schwer und sehr schwer gelten, die die Flugsicherheit beeinträchtigen, und legt die entsprechenden Strafen fest. Neben der Beendigung des Luftbeförderungsvertrags unterliegt der undisziplinierte Passagier einer von der Anac verhängten Geldstrafe von 17.500 R$.
Als zusätzliche Konsequenz kann der Name des Passagiers in eine Liste aufgenommen werden, und er kann für einen Zeitraum von sechs Monaten oder einem Jahr am Fliegen gehindert werden, abhängig von der Schwere des begangenen Verstoßes.




