Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, warnte am Montag, dass Europa einen Teil des Wachstums der Künstlichen Intelligenz in den Vereinigten Staaten finanzieren könnte, ohne in gleicher Weise von diesem Fortschritt zu profitieren. In einer Rede in Wien erklärte Lagarde, dass europäische Sparer erneut die disruptive Technologie unserer Zeit finanzieren, wobei das meiste Geld weiterhin in die Vereinigten Staaten fließt.
Der französischen Zentralbankerin zufolge halten die Familien der Eurozone etwa 440 Milliarden Euro an Aktien der großen US-Technologiekonzerne wie Microsoft, Alphabet (Google), Amazon, Meta oder Nvidia. Die massiven Investitionen dieser Unternehmen in Künstliche Intelligenz, die teilweise durch Schulden finanziert werden, tragen dazu bei, die Renditen langfristiger Anleihen in den Vereinigten Staaten nach oben zu treiben, und die europäischen Zinssätze entwickeln sich weitgehend im Einklang mit den US-Zinssätzen.
Lagarde betonte, dass Europa einen Teil der Kosten dieses Booms durch seine eigenen Finanzierungskosten tragen wird, aber die Frage ist, ob es auch das daraus resultierende Wachstum nutzen wird. Die EZB-Präsidentin betrachtete die Herausforderung als umso wichtiger, als die Künstliche Intelligenz eine der wichtigsten Hoffnungen darstellt, um die europäische Produktivität wieder anzukurbeln, in einer Zeit, in der die demografische Alterung die verfügbare Arbeitskraft reduziert und der Kontinent großen Investitionsbedarf hat.
Die Verantwortliche vertrat die Ansicht, dass Europa ausreichend fortgeschrittene Modelle benötigt, die auf europäischer Infrastruktur funktion




