Eine von Quaest am Montag veröffentlichte Umfrage ergab, dass das Misstrauen der Wählerschaft gegenüber dem Obersten Bundesgericht (STF) um zehn Prozentpunkte gestiegen ist, inmitten einer internen Krise am Gericht. Die Erhebung, die vom GLOBO und TV Globo in Auftrag gegeben wurde, zeigte, dass 56% der Befragten sagten, dem STF „nicht zu vertrauen", während 9% angaben, dem STF „sehr zu vertrauen", und 30% „wenig Vertrauen" in die Institution haben.
Der Konflikt zwischen den Richtern Alexandre de Moraes und André Mendonça erscheint als Hintergrund für diesen Vertrauensverlust. Im August, vor dem Ausbruch der Krise, sagten 46% der Befragten, sie hätten kein Vertrauen in das STF, 18% vertrauten ihm sehr und 33% vertrauten ihm wenig. Die Gesamtfehlerquote der Umfrage beträgt zwei Prozentpunkte.
Die Erhebung fragte die Befragten auch nach der Positionierung der beiden Richter im Streit. Der Umfrage zufolge halten 37% André Mendonça für richtig handelnd im Disput, während 16% sagten, Alexandre de Moraes sei es, der richtig handle. Die Umfrage verzeichnete auch einen Anstieg der Besorgnis über Korruption zum zweiten Mal in Folge, nach der Krise am Obersten Gerichtshof und dem Master-Fall.



