Die FENPROS - Nationale Lehrergewerkschaft hat am Montag, den 14. September, vor einer Verschärfung des Problems der Schulen ohne Lehrer in Portugal gewarnt. Laut einer von der Gewerkschaft in den ersten beiden Septemberwochen durchgeführten Umfrage mit 240 Antworten von Schulgruppierungen (29,2% des Festlands) hatten mehr als 110.000 Schüler vergangene Woche nicht alle Lehrer. Ein Drittel der Schulleiter erwartet Schwierigkeiten im Laufe des Schuljahres, wobei die am stärksten betroffenen Bezirke Lissabon, Setúbal, Faro, Leiria und Porto sind.
Vergleicht man die Woche vom 7. bis 11. September 2026 mit der Woche vom 8. bis 12. September 2025, so stieg die Anzahl der ausgeschriebenen Stellen von 1.372 auf 1.453 und die Anzahl der Unterrichtsstunden von 23.806 auf 25.488, was einem Wachstum von 6% bzw. 7% entspricht. Das Problem verschärfte sich besonders im Bezirk Lissabon, wo die Anzahl der jährlichen und vollständigen Stellen von 323 auf 500 stieg. In der Primarstufe stieg die Anzahl der Stellen von 112 auf 175.
Der Verband warnte außerdem, dass nach der dritten Rekrutierungsreserve in diesem Jahr 17.694 Bewerbungen registriert wurden, entsprechend 12.951 Kandidaten, eine Zahl, die nur leicht über dem Vorjahr liegt. Mehr als die Hälfte der Bewerbungen konzentriert sich auf die Gruppe der Vorschulerziehung und die beiden Gruppen des Sportunterrichts. Die Anzahl der nicht zugewiesenen Lehrkräfte in der Erstvertragsvergabe sank von 23.734 Bewerbungen in 2025/2026 auf 22.283 in diesem Jahr, während in den Monaten September und Oktober 1.102 Lehrkräfte durch Ruhestand aus dem System ausscheiden, was den Druck auf das System erhöht.
Die FENPROS kritisierte auch die Entscheidung des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Innovation, keine lokalen Sitzungen zur Festlegung des Schullnetzes am Ende des vorherigen Schuljahres



