Die repräsentativen Organe der Arbeiter der Nachrichtenagentur LUSA verurteilen die Äußerungen des Ministers für Kultur, Miguel Leitão Amaro, während der Vorstellung des neuen Verwaltungsrats der Agentur. Den Arbeitern zufolge zeigte der Minister eine „völlige Gleichgültigkeit" gegenüber den Bedenken, die bezüglich der redaktionellen Unabhängigkeit der Nachrichtenagentur geäußert wurden.
Die Arbeitnehmervertreter werfen dem Minister außerdem vor, „missbräuchlich im Namen der Arbeiter gesprochen" zu haben, indem er Positionen vertrat, die nicht den tatsächlichen Willen der Fachleute der LUSA vertreten und den Warnungen widersprechen, die zuvor vorgebracht worden waren.
Diese Reaktion erfolgt in einem Kontext wachsender Besorgnis innerhalb der Redaktion über die redaktionelle Autonomie der Agentur, die die offizielle Nachrichtenagentur Portugals ist. Die Arbeiter sind der Ansicht, dass die Unabhängigkeit der LUSA gegenüber jeder politischen oder staatlichen Einmischung gewahrt werden muss.
Der neue Verwaltungsrat der Agentur wurde vom Kulturministerium ernannt, was die Befürchtungen der Arbeiter hinsichtlich der Unabhängigkeit der Institution verstärkte. Die repräsentativen Organe bekräftigen, dass sie die redaktionelle Autonomie der Nachrichtenagentur weiterhin verteidigen werden.



