Die Krise des Obersten Gerichtshofs (STF) reorganisiert politische Emotionen in Brasilien, ohne notwendigerweise Stimmen direkt zu übertragen. Die neue Quaest-Umfrage wurde als Grundlage verwendet, um zu analysieren, wie die Wählerschaft den Moment einschätzt, und beantwortet vier Fragen: Wie sehen die Wähler den Master-Fall; wie reagieren sie auf den Konflikt zwischen den Ministern Alexandre de Moraes und André Mendonça; die Auswirkungen auf das Vertrauen in das Gericht; und die Effekte auf die Präsidentschaftswahlabsicht.
Die Daten zeigen, dass die Krise die Abnutzung der Institution vertieft und ein Gefühl der systemischen Krise nährt. Das Misstrauen gegenüber dem STF stieg angesichts der Krise im Gericht um zehn Punkte. Frühere Umfragen zeigten bereits, dass Flavío Bolsonaro numerisch zum ersten Mal seit April in einer möglichen Stichwahl vor Lula lag.
Jedoch schafft die Krise trotz des gestiegenen Misstrauens keinen klaren Wahlweg für die Regierung. Was beobachtet wird, ist, dass die Krise, wenn sie ein definiertes Gesicht bekommt, in der Rechten und im Bolsonarismus das Publikum findet, das am ehesten bereit ist, die institutionelle Abnutzung zur Stärkung der eigenen politischen Wahl zu nutzen, wodurch bereits bestehende Positionen gestärkt werden, anstatt effektive Stimmverschiebungen zu bewirken.



