Die Bundespolizei weist darauf hin, dass der Bundesabgeordnete Cezinha de Madureira (PL-SP) Einfluss bei Richtern höherer Gerichte suchte, um günstige Entscheidungen in Verfahren zu erwirken, die seiner Frau, der Anwältin Valéria Rodrigues Linhares, und Mariângela Fialek, bekannt als Tuca, zugutekommen sollten – der ehemaligen Assistentin des Abgeordneten Arthur Lira (PP-AL), die als Verantwortliche für die Operation des „Geheimen Budgets" gilt.
Die Verdachtsmomente wurden anhand von Nachrichten identifiziert, die aus dem Mobiltelefon von Fialek extrahiert wurden. Den Ermittlungen zufolge deuten die Dialoge auf ein koordiniertes Vorgehen zwischen den dreien hin, wobei Cezinha für die persönlichen Kontakte zu Richtern höherer Gerichte zuständig gewesen sein soll.
Die Bundespolizei beschreibt ein Muster, das sich in den analysierten Fällen wiederholte: Fialek leitete Verfahren an den Parlamentarier weiter; Cezinha sagte, er habe mit den Richtern „gesprochen", „entschieden" oder „gebeten"; und parallel dazu wurden Honorarverträge mit Zahlungen abgeschlossen, die an das Ergebnis der betreffenden Verfahren geknüpft waren.



