Der Stabschef der israelischen Streitkräfte, Generalleutnant Eyal Zamir, hat am Montag angeordnet, dass rechtliche Maßnahmen gegen die Dokumentation „NAZA" und die an ihrer Produktion Beteiligten geprüft werden. Die Entscheidung fiel, nachdem der Film eine Welle von Reaktionen der israelischen Behörden ausgelöst hatte.
Zusätzlich zur Prüfung rechtlicher Schritte ordnete Zamir separat die Einleitung einer Untersuchung wegen des Leaks von geheimen Informationen an, die bei der Produktion der Dokumentation verwendet wurden.
Die Dokumentation „NAZA" beschuldigt die israelische Armee, künstliche Intelligenz zur Zielauswahl im Gazastreifen einzusetzen, den Tod von Zivilisten zu verursachen und Kommunikation von Hamas-Mitgliedern mit ihren Familien abzufangen. Das Werk wurde in Venedig gefeiert.
Parallel dazu haben die israelischen Streitkräfte bei den Regisseuren Yuval Abraham und Rachel Szor Zugang zur vollständigen Dokumentation angefordert, mit der Begründung, dass sie den gesamten Inhalt analysieren müssen, um die Anschuldigungen auf Grundlage von Beweisen zu widerlegen.



