Die Golfstaaten verschoben ein Treffen mit dem Iran, bei dem die Zukunft der Straße von Hormus erörtert werden sollte. Der fehlende Konsens zwischen den arabischen Monarchien und die Verärgerung Saudi-Arabiens über die Unterstützung Teherans für die Houthi-Angriffe im Jemen wurden als Gründe für die Aussetzung genannt. Die Verschiebung, die im letzten Moment erfolgte, vertagte auf unbestimmte Zeit eine vorgeschlagene Vereinbarung über eine neue temporäre Route für die Handelsschifffahrt, falls die Straße wieder geöffnet werden sollte.
Die Houthi-Rebellen starteten eine neue Serie von Raketen- und Drohnenangriffen auf saudische Militärziele und Ziele des Energiesektors, einschließlich der Luftwaffenbasis König Khalid in Khamis Mushait. In der Vorwoche hatten vom Iran unterstützte Milizen im Irak die saudische Schließung einer wichtigen Pipeline erzwungen, während die Houthis die Kontrolle über die Straße von Bab al-Mandab übernahmen und weitere Instabilität in der Region auslösten.
Teheran hatte Vorbedingungen für das Treffen gestellt, darunter die Aufhebung des amerikanischen Embargos gegen iranische Ölhäfen, die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte und einen Waffenstillstand im Libanon. Der omanische Außenminister erklärte, das Treffen sei verschoben worden, weil die beteiligten Länder einen Konsens erzielen müssten, und betonte das Engagement für den Dialog zur Förderung der regionalen Stabilität.
An diesem Montag, dem 14. September, traf der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman in Dschidda mit dem Chef des US-Zentralkommandos, Admiral Brad Cooper, zusammen, um die Entwicklungen in der Region zu besprechen, was eine Bitte um amerikanische militärische Unterstützung gegen die Houthis bedeuten könnte. Analysten betrachten die Aussetzung des Treffens als enormes diplomatisches Versagen, da das Treffen seit mehreren Wochen vorbereitet worden war.




