Eine Studie der Stiftung Francisco Manuel dos Santos analysierte den Werdegang von 507 Ministern, die Portugal seit 1974 regierten, dem Jahr der Nelkenrevolution, und zeichnete ein detailliertes Profil dieser Regierenden über fünf Jahrzehnte.
Die Untersuchung ergab, dass nur vier Minister ihr Amt antraten, ohne ein Hochschulstudium zu besitzen, was eine sehr kleine Minderheit der Gesamtzahl der in diesem Zeitraum analysierten Regierenden darstellt.
Einer der Minister, die das Amt ohne einen akademischen Hochschulabschluss übernahmen, war António José Seguro, der in der Studie als amtierender Präsident der Republik identifiziert wurde, was zeigt, dass das Fehlen einer universitären Ausbildung den Aufstieg zu den höchsten Staatsämtern nicht verhinderte.
Die Studie zeigt somit, dass ein akademischer Hochschulabschluss zu einer nahezu universellen Voraussetzung für die Ausübung ministerieller Funktionen in Portugal seit der postrevolutionären Periode geworden ist.




