Die israelische Nichtregierungsorganisation B'Tselem hat einen neuen 188-seitigen Bericht veröffentlicht, in dem sie das beschreibt, was sie als "Beseitigungsprojekt" im Westjordanland bezeichnet. Das Dokument enthält schwerwiegende Anschuldigungen gegen die israelischen Politiken in dem besetzten Gebiet.
Dem Bericht zufolge wurden etwa 200 neue physische Barrieren im Westjordanland errichtet, Ländereien wurden besetzt und ganze Gemeinden wurden verlassen. Diese Maßnahmen sind Teil eines systematischen Musters, das die Organisation als Teil eines umfassenderen Beseitigungsprojekts identifiziert.
B'Tselem, bekannt für seine Dokumentationsarbeit über Menschenrechtsverletzungen in den besetzten Gebieten, stützt seine Anschuldigungen auf monatelange Untersuchungen und Datenerhebung vor Ort im Westjordanland.
Der Bericht erscheint in einem Kontext anhaltender Spannungen in der Region, wo die Ausweitung der israelischen Siedlungen und die der palästinensischen Bevölkerung auferlegten Einschränkungen international verurteilt wurden. Die Organisation appelliert an die internationale Gemeinschaft, Maßnahmen gegen das zu ergreifen, was sie als systematische Verstöße gegen das Völkerrecht betrachtet.



