Mehr als 30.000 Pilger nahmen am Sonntag, dem 13. September, an der Messe der Internationalen Jubiläumspilgerfahrt im Heiligtum von Fatima teil, nach Angaben des Heiligtums selbst. Die Feier beging die fünfte Erscheinung Unserer Lieben Frau an die drei Hirtenkinder, die am 13. September 1917 stattfand. Unter den Teilnehmern befanden sich Tausende ausländischer Pilger, mit 95 Gruppen und 4.633 Pilgern aus 26 Ländern, die offiziell bis 15:00 Uhr am 11. September angemeldet waren, wobei Portugal die meisten Anmeldungen hatte (1.375), gefolgt von Polen (860) und Italien (463).
D. José Manuel Imbamba, Erzbischof von Saurimo und Präsident der Bischofskonferenz von Angola und São Tomé (CEAST), war der Hauptprediger der Feier. In seiner Predigt stellte er die Vergebung in den Mittelpunkt des christlichen Lebens und warnte vor Eltern, die nicht mehr mit ihren Kindern sprechen, Brüdern, die den Kontakt abgebrochen haben, und Paaren, die als Fremde unter einem Dach leben. Ausgehend von der Antwort Jesu an Petrus – „siebenundsiebzigmal vergeben" – bestand er darauf, dass die Barmherzigkeit keinen Grenzen unterworfen werden kann, und erklärte: „Der Christ kann nicht damit leben, Buchführung über die Vergebung zu führen."
Die Reflexion des Erzbischofs weitete sich auch auf die soziale und internationale Dimension aus. Unter Verwendung der evangelischen Parabel von den zwei Schuldnern kritisierte er, wie „einige mächtige Länder die kleineren Länder durch ungerechte Schulden ersticken und unterdrücken". Er stellte außerdem klar, dass Vergeben nicht bedeutet, das begangene Übel zu leugnen oder die Wahrheit auszulöschen, und vertrat die Ansicht: „Vergebung ist kein Gefühl, sie ist eine Entscheidung", die befähigt, die Gegenwart und die Zukunft zu befreien und zu verwandeln.
Am Ende seiner Predigt vertraute D. José Manuel Imbamba der Gottesmutter die Familien und eine von Spaltung geprägte Welt an, bat um den weltweiten Frieden und vertrat die Ansicht, dass dieser nur aus „versöhnten Herzen" entstehen kann, die fähig sind, den Kreislauf aus Hass und Rache zu durchbrechen. Die Pilgerfahrt fand im Rahmen des pastoralen Zweijahreszeitraums 2025-2027 des Heiligtums statt, der dem Thema „Herz Mari




