Die am Samstag von Dario Amodei, CEO von Anthropic, ausgesprochene Warnung über die Notwendigkeit, die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz zu verlangsamen, um Zeit für Sicherheitsmechanismen zu gewinnen, sorgte für unterschiedliche Reaktionen. Elon Musk und Sam Altman stimmten öffentlich zu, aber Donald Trump kritisierte, was er als negative Kräfte bezeichnete, die über das Thema sprächen. Am Montag erreichte die Reaktion die Börsen von drei Kontinenten, mit generellen Rückgängen in den Technologie- und Halbleitersektoren.
In Asien schloss Tokio mit einem Rückgang des Nikkei um 0,86% auf 63.492,99 Punkte, dem niedrigsten Wert der letzten sechs Wochen, während der südkoreanische Kospi um 3,26% fiel. Die SoftBank-Gruppe brach um 10,7% ein, nachdem OpenAI, an der der japanische Fonds eine Beteiligung von rund 13% hält, seinen Börsengang verschoben hatte. In Europa fiel der Stoxx 600 um 0,15% und der Sektorindex für Technologie verlor 2,17%. In den Vereinigten Staaten gaben die Nasdaq-Futures um mehr als 1,50% nach, wobei Nvidia um 2%, AMD um 4,1%, Intel um fast 5% und Oracle um 2,7% fielen.
Die Analysten der Deutschen Bank halten es für unwahrscheinlich, dass der Investitionszyklus in KI deutlich an Dynamik verliert, da der Wettbewerbskampf zwischen Unternehmen und Ländern weiterhin intensiv ist. Aus einer alternativen Perspektive weisen sie darauf hin, dass die Debatte einen Versuch der Führungskräfte darstellen könnte, die transformative Kraft der Technologie hervorzuheben, was die Zusammensetzung der KI-Investitionen stärker verändern könnte als deren globale Dimension.
Die Spannung an den Märkten wird durch energiebedingte Bedenken verschärft, wobei Saudi-Arabien eine Pipeline nach Angriffen stilllegte, was den Brent-Preis um 2,6% auf über 107 Dollar pro Barrel steigen ließ. Auf dem Staatsanleihenmarkt nähern sich die Renditen der zehnjährigen Treasuries 5%, dem höchsten Wert seit 2023, während deutsche Anleihen 3,53% überschritten, das höchste Niveau seit 2009.




