Öl stieg um 3% und erreichte 108 Dollar, als Reaktion des Marktes auf die Schließung der saudischen Pipeline „East-West", die die Ölproduktion durch das Rote Meer transportierte und damit das problematische Gebiet der Straße von Hormus umging. Diese Schließung setzt die Welt dem Risiko aus, bis zu 4% der globalen Ölversorgung zu verlieren, falls die Pipeline in den nächsten Tagen nicht wieder in Betrieb genommen wird, so die Nachrichtenagentur Reuters.
Der Angriff auf die Pipeline wurde mit einer Drohne durchgeführt und soll aus dem Irak gestartet worden sein, was eine neue Angriffsfront gegen Saudi-Arabien darstellt. Dieser Vorfall gesellt sich zu den bereits bestehenden Drohungen des Irans und der Houthi aus dem Jemen gegen das saudische Königreich.
Der erneute Anstieg des Ölpreises erfolgt in einem bereits sehr herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld, mit steigender Inflation, Zinserhöhungen in der Eurozone und wahrscheinlich auch in den Vereinigten Staaten, sowie Staatsanleiherenditen auf dem höchsten Niveau seit der Finanzkrise 2008.
Im saudischen Hafen von Yanbu am Roten Meer gibt es nur ausreichende Ölvorräte für bis zu einer Woche Export, was die Unsicherheit auf dem globalen Ölmarkt weiter verschärft.




