Der Präsident des Obersten Gerichtshofs (STF), Edson Fachin, bestimmte die Aufhebung der Sperrfrist für die Untersuchungen im Zusammenhang mit der Banco Master, eine Anordnung, die vom Richter André Mendonça akzeptiert wurde. Diese Entscheidung erfolgt mitten in einer Krise zwischen den Richtern des Gerichts und zielt darauf ab, die Transparenz der Ermittlungen zu erhöhen. Zu den bereits freigegebenen Fällen gehören Untersuchungen zu Flavío Bolsonaro im Zusammenhang mit der Produktionsfirma des Films über Jair Bolsonaro namens „Dark Horse" sowie Untersuchungen zu Ciro Nogueira, Jaques Wagner und Cláudio Castro.
Die Entscheidungen zur Aufhebung der Sperrfrist bewahren jedoch das Geheimnis laufender Ermittlungen und Prozessunterlagen, deren Veröffentlichung die Untersuchungen beeinträchtigen könnte. Somit wurden nicht alle Dokumente der Fälle öffentlich gemacht.
Auf einem anderen Front ordnete Richter Flávio Dino am Sonntag die Aufhebung der Sperrfrist für ein weiteres Verfahren im Fall Dark Horse an, das sich auf den angeblichen Missbrauch von Parlamentszuschüssen zur Finanzierung des Spielfilms bezieht. Dieser Fall läuft getrennt von den von Fachin angeordneten Untersuchungen.
Am Donnerstag bat Fachin formell den zuständigen Richter des Falls, André Mendonça, um die Aufhebung der Sperrfrist für die Verfahren im Zusammenhang mit dem Fall Banco Master und argumentierte dabei die Erweiterung der Transparenz der Ermittlungen. Der Schritt geschah unter dem Druck von Mitgliedern des Gerichts nach größerer Offenheit bei den Untersuchungen.




