Der Artikel analysiert die Position von Pedro Passos Coelho in der portugiesischen Politik und beschreibt ihn als Rätsel, das eigenes politisches Kapital und eine seltene Autorität bewahrt, während er als Basisaktivmitglied des PSD ohne formelle Ämter bleibt. Der Autor argumentiert, dass Passos Coelho den amtierenden Premierminister Montenegro überschattet und als Referenz für eine desillusionierte Rechte erscheint, die ein neues Reformprojekt sucht.
Der Text kritisiert scharf die aktuelle Regierung von Montenegro, die als Gefangene ihrer Stille und als Geisel einer Kommunikationsstrategie beschrieben wird, die eher für einen Wahlkampf als für eine verfassungsmäßige Regierung geeignet ist. Die Regierungsführung wird als leicht, langsam und oberflächlich charakterisiert, in einem Land, das einer strukturellen politischen Neuordnung bedarf.
Der Artikel kontextualisiert das aktuelle politische Panorama Portugals, wo die PS als moralistisch und an die Vergangenheit gebunden erscheint, während der Chega als vulgär und nur auf die Gegenwart fokussiert charakterisiert wird. Diese Abwesenheit glaubwürdiger politischer Projekte für die Zukunft öffnet Raum für den Aufstieg von Passos Coelho als Reserve der Nation und Referenz für Seriosität.
Der Autor schließt, dass der wahre Oppositionsführer zur Regierung nicht innerhalb der Parteien oder Institutionen liegt, sondern im politischen Projekt von Passos Coelho. Dieser bereitet sich darauf vor, dem Premierminister und dem Präsidenten der Republik ein Dokument mit strukturellen Reformen zu übergeben, in einem Moment, in dem, laut dem Artikel, das Gewicht von Passos Coelho wächst, während die Erinnerung an die Troika verblasst.




