Richter Flávio Dino vom Obersten Gerichtshof (STF) hat am Sonntag (13.) das Amtsgeheimnis der Ermittlungen zur Finanzierung des Films „Dark Horse" aufgehoben, der auf der Laufbahn des ehemaligen Präsidenten Jair Bolsonaro basiert. Er hat auch Ermittlungen der Zivilpolizei von São Paulo zum STF gebracht und die Ermittlungen damit beim Obersten Gerichtshof zentralisiert.
Die ursprünglich in São Paulo durchgeführten Ermittlungen basierten auf Verdachtsmomenten bezüglich eines Vertrags zwischen der Stadtverwaltung der Hauptstadt und dem Instituto Conhecer Brasil (ICB), einer Organisation, die mit Karina Ferreira da Gama verbunden ist. Der Vertrag sah die Installation von 5.000 WLAN-Hotspots in der Stadt für 157 Millionen R$ vor. Die Unternehmerin soll einen Teil dieser Mittel für die Filmproduktion veruntreut haben, da Karina auch Eigentümerin der Go Up Entertainment ist, die für „Dark Horse" verantwortlich ist.
Neben der Veruntreuung für den Film gibt es Hinweise darauf, dass ein Teil des Geldes für andere Geschäfte bestimmt wurde, die mit der Unternehmerin verbunden sind. Die Stadtverwaltung ist kein Ziel der Ermittlungen, die sich auf die Aktivitäten der Unternehmerin und ihre Beteiligung an öffentlichen Mitteln konzentrieren.
Mit den von Dino ergriffenen Maßnahmen müssen mindestens vier Fragen in den kommenden Tagen zum Fall beantwortet werden, die sich auf die Finanzierung des Films und das Schicksal der angeblich veruntreuten öffentlichen Mittel beziehen.




