Richter Flávio Dino vom Obersten Gerichtshof (STF) hat an diesem Sonntag die Sperre für sämtliche Materialien der Untersuchung der Zivilpolizei von São Paulo aufgehoben, die in den Fall Dark Horse einbezogen wurden. Die Untersuchung prüft den Verdacht auf Veruntreuung öffentlicher Mittel aus Parlamentsänderungen und die mutmaßliche Beteiligung des Bundesabgeordneten Mário Frias (PL-SP) am Schema. Dino ordnete auch die Überführung von Handys, Computern, Dokumenten und Daten, die von den von der Polizei von São Paulo beschlagnahmten Geräten extrahiert wurden, in die Obhut der Bundespolizei an.
Bei der Analyse des von der Justiz von São Paulo übermittelten Materials erklärte Dino, dass sich die Hypothese eines ausgeklügelten Schemas zur Zuweisung und Veruntreuung öffentlicher Mittel bestätigt habe, an dem auch Mittel der Stadtverwaltung von São Paulo beteiligt waren. Laut dem Richter soll die untersuchte Organisation mögliche Verbindungen zur PCC haben. Mário Frias würde auf der hypothetischen Grundlage der Untersuchung eine Führungsrolle in der mutmaßlichen kriminellen Struktur einnehmen.




