Christine Lagarde, Präsidentin der Europäischen Zentralbank, kritisierte die noch bestehenden Barrieren in der Eurozone, die Investitionen zwischen den Mitgliedsländern erschweren. Regulatorische, steuerliche und administrative Einschränkungen hindern europäische Sparer weiterhin daran, frei in anderen Ländern der Einheitswährungszone zu investieren.
Laut von Lagarde hervorgehobenen Daten haben sich seit 2014 die Hindernisse, denen ein Sparer bei einer Investition in einem anderen Land der Eurozone gegenübersteht, im Vergleich zu den Hindernissen in den Vereinigten Staaten halbiert. Diese Reduzierung reichte jedoch nicht aus, um die erheblichen Unterschiede zwischen internen Investitionen in Europa und grenzüberschreitenden Investitionen innerhalb der Eurozone selbst zu beseitigen.
Lageardes Kritik erfolgt im Kontext der Debatten über die Notwendigkeit einer Vertiefung der Kapitalmarktunion, ein Projekt, das darauf abzielt, den Investitionsfluss zwischen den europäischen Ländern zu erleichtern. Das Fortbestehen dieser Barrieren schränkt die Anlagemöglichkeiten der Europäer ein und trägt zu einer geringeren Integration der europäischen Finanzmärkte im Vergleich zum nordamerikanischen Markt bei.



