Eine Untersuchung mit portugiesischer Beteiligung verfolgte eine isolierte Crew in der Antarktis fast ein Jahr lang, mit dem Ziel, die psychologischen Herausforderungen des Lebens in extremen Umgebungen zu verstehen. Die Studie war Teil eines breiter angelegten Vorhabens, um die Probleme vorherzusehen, die zukünftige Langzeit-Weltraummissionen bewältigen müssen.
Die Forscher entdeckten, dass mit dem Fortschreiten des Winters die erzwungene Nähe zwischen den Crewmitgliedern nicht den erwarteten Effekt hatte, das Team zu einen. Stattdessen führte das längere Zusammenleben letztendlich zu Spannungen und Konflikten innerhalb der Gruppe.
Diese Schlussfolgerung stellt ein bedeutendes Hindernis für die Pläne dar, menschliche Kolonien auf dem Mond oder dem Mars zu gründen, wo Astronauten über sehr lange Zeiträume in beengten Räumen leben müssten. Eine Reise zum Mars könnte beispielsweise etwa neun Monate dauern, was die Verwaltung zwischenmenschlicher Beziehungen zu einer grundlegenden Herausforderung machen würde.
Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass bei der Auswahl und Ausbildung von Crews für Langzeit-Weltraummissionen besonderes Augenmerk auf die Gruppendynamik und Strategien zur Konfliktlösung gelegt werden sollte, zusätzlich zu den technischen Fähigkeiten der Astronauten.




