Carlos Prazeres wird sein Debüt als Chefdirigent der Orquestra Sinfônica Brasileira beim Projeto Aquarius am kommenden Samstag, den 19., auf der Praça Mauá in der Hafenzone von Rio de Janeiro geben. Das Event markiert seinen ersten Auftritt an der Spitze der OSB bei einem öffentlichen Konzert und als Verantwortlicher für die Initiative, die seit über fünf Jahrzehnten klassische und populäre Musik bei kostenlosen Darbietungen vereint.
Carlos' Verbindung zum Projeto Aquarius ist alt und familiär bedingt. Sein Vater, der Dirigent Armando Prazeres (1934-1999), war 1972 an der Gründung des Projekts beteiligt, gemeinsam mit einem der Gründer, Isaac Karabtchevsky. Im Jahr 1980 dirigierte Armando die OSB bei der Interpretation von Händels "Der Messias" in der Candelária-Kirche im Rahmen des Aquarius – 44 Jahre vor dem Debüt seines Sohnes.
Carlos Prazeres wurde 1974 geboren und hatte eine direkte Verbindung zu Karabtchevsky, der sein Dirigierlehrer in Italien war. Diese familiäre und bildungsbezogene Verbindung unterstreicht die Bedeutung des Moments für die Geschichte der klassischen Musik Brasiliens und für den Werdegang des Orchesters selbst.
Das Projeto Aquarius wurde 1972 gegründet und wurde zu einem Meilenstein in der brasilianischen Musikszene, indem es die Integration von klassischer und populärer Musik in kostenlosen Aufführungen förderte und sich über mehr als fünf Jahrzehnte als kulturelle Referenz in Rio de Janeiro etablierte.




